Sonntag I: Räuberwiese Kulturmob


Die Räuberwiese lädt zum beschwingten Beisammensein und will damit ein Zeichen für Vielfalt und gegen Kommerzialisierung setzen

Gentrifizierung ist ein Unwort, welches wie ein dunkler Schatten über der derzeitigen Städteentwicklung in ganz Deutschland kreist. Ob Berlin, Hamburg oder Stuttgart – die vermeintliche Aufwertung von Wohnraum und öffentlichen Plätzen führt zur Verdrängung von kulturellen Angeboten und Randgruppen, die sich jenseits kommerzieller Verwertbarkeit bewegen wollen.

Erfurt ist da leider keine rühmliche Ausnahme. Gerade die letzten Monate haben gezeigt, wie empfindlich auf eigene, kreative Projekte junger Leute reagiert wird. Sich dem entgegenzustellen, eigene Ideen zu verwirklichen und nicht alles unter die Prämisse der Kommerzialität zu stellen, ist das Konzept eines Zusammenschlusses von Musikern, Tänzern, Akteuren und kreativ Interessierten, die mit der Räuberwiese am 11. Juli ein erstes Zeichen setzen wollen. Es gilt vorzuleben, dass man auch gemeinsam was erschaffen kann, ohne etwas dafür zu verlangen. Die Räuberwiese hat keinerlei finanziellen Hintergrund und das Mitwirken aller Beteiligten ist ehrenamtlich. Was nun kann das neugierige Publikum erwarten? Akrobaten, Musiker, Tänzer, dazu Musik an den Plattentellern von Less, Phonypinch & Peedge und To:be. Die Tänzer des Capoeira-Vereins Berimbau und eine Theatergruppe der Schotte sind ebenfalls dabei.

… ab 12 Uhr im Brühler Garten!