Archiv für Juni 2008

Eröffnung des Infoladen „Sabotnik“

Der neue Infoladen „Sabotnik“ wird am 15.7.08 mit einer Party eröffnet. Da gibts dann Sekt, Filme und Dj „Gymnastic Män“ (Electro / Big Beat).

Wir wollen mit der Wiedereröffnung des Infoladens SABOTNIK eine Vernetzung linker, alternativer Strukturen in Erfurt möglich machen. Dafür wollen wir im Netz aber auch real einen Ort schaffen, an dem Termine und Infomaterial für Veranstaltungen und Aktionen aus Erfurt erhältlich sind und somit auch die Mobilisierung für alle erleichtern. Auch Infoveranstaltungen und Lesungen zu aktuellen Themen und Aktionen sind geplant – gern auch in Kooperation mit anderen Gruppen.
Wir wollen außerdem eine Anlaufstelle für politisch interessierte aber nicht organisierte Menschen sein, bei der sie sich informieren, diskutieren und auch Leute und Strukturen kennen lernen können. Damit wollen wir emanzipatorische Inhalte in die Breite tragen.

Im Infoladen / Lesecafe SABOTNIK gibt es einen offenen Computer mit Internetzugang, eine Bibliothek, Zeitungen und Zeitschriften, aktuelle Flyer und Plakate, T – Shirts, Buttons, Aufnäher, etc. sowie Getränke und Knabberzeug.
Ihr könnt dort Leute treffen, einen Kaffee oder Ähnliches trinken, lesen, die neuesten Infos über Veranstaltungen und Aktionen erfahren oder einfach nur abhängen.

Infos unter sabotnik.blogsport.de

3. AlternativUni in Jena

Die diesjährige AlternativUni findet vom 5. bis 11. Juli 2008 im Caleidospheres Jena (Gleis 2) statt. Neben den inhaltlichen Seminarveranstaltungen gibt es Werkstätten, Ausstellungen, Musik, Film, Planspiele, Umsonstladen, offenen Raum, Kinderecke, Vokü, Lesungen uvm.

Mehr dazu unter AlternativUni

Langewiesen: Antifaschistischer Aktionstag

Zum ersten Mal seit den Maifeierlichkeiten zu DDR-Zeiten fand in Langewiesen auf dem Marktplatz wieder eine größere politische Veranstaltung statt. Das Thema erregte schon im Vorfeld die Gemüter in der Kleinstadt. Aber weder die Hetze der Medien, noch die der Nazis, konnte den Erfolg des Antifaschistischen Aktionstages am 21. Juni verhindern.

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Erfurt: Kundgebung Naziladen „top fuel store“

Zum Abschluss der Kampagne „Nazis matt setzen“ in Erfurt, fand am 20.06.08 eine Kundgebung vor dem Naziladen „top fuel store“ in der Magdeburger Allee statt.

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Ladenschluss – Naziläden dicht machen!

Am 20.06.08 findet ab 17:00 Uhr die Abschlusskundgebung der Kampagne „Nazis matt setzen!“ vor dem Naziladen „top fuel store“ statt. Näheres zu diesem Laden erfahrt ihr unter der Adresse: http://lra.antifa.net/cms/content/view/87/29/. Näheres zu Kampagne findet ihr unter: http://www.nazis-matt-setzen.de.vu.

Arnstadt: Demo gegen Isolationslager Gehlberg

Am 14. Juni fand in Arnstadt eine Flüchtlingsdemo, organisiert durch die in Gehlberg wohnenden Asylbewerber_innen, statt. Thematisiert wurden die katastrophalen Lebensbedingungen im Sammellager Gehlberg, wo die Asylbewerber_innen völlig isoliert und rund um die Uhr überwacht und schikaniert leben müssen.

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Deutsch mich nicht voll!


Kaum ist die WM überstanden, geht es schon wieder von vorne los: Deutschland schmückt sich SchwarzRotGold. Aber zum Glück geht es ja nur um Sport. Komisch nur, dass verschiedenste Stimmen voller Stolz von einem neuen Patriotismus faseln, und das Nazis, gedeckelt von feiernden Fußballfans, jagd auf linke und vermeindliche Ausländer machen. Progrome sind eben Sport hier, traditionell.

Wozu ein übersteigertes Nationalgefühl in Deutschland führen kann, konnte Anfang der 90er Jahre, kurz nach der Wiedervereinigung beobachtet werden. Als Schlagworte sind Rostock-Lichtenhagen, Hoyerswerda und Mölln zu nennen. Hier haben Nazis, von der Polizei geduldet und unter Beifall anwesender BürgerInnen, Flüchtlinge und Flüchtlingsheime militant angegriffen. Da ist er wieder, der Sport.

Beim Fußball geht es darum, gegen die anderen zu sein. Ein ähnliches Prinzip fungiert bei Nationen. Unterschiede einzelner werden weggewischt, ein Volk konstruiert und einer bestimmten Nation zugeordnet. Diese Nation steht dann in Konkurenz zu anderen Nationen. Das führt dann widerum zu Ausgrenzung, Rassismus und Krieg. Auf die Frage, was das ganze eigentlich soll, bleibt als Antwort nur Schulterzucken. Es sei denn, man möchte von anderen Problemen ablenken. Wenn man die eigene Individualität, für ein gegen ein anderes gerichtetes gemeinschaftsgefühl aufgibt, hat man keine eigenen Probleme mehr. Dann zählt nur noch die Gemeinschaft.

Bei dem wedeln einer Deutschland-Fahne wird auch nicht nur einer Fußballmannschaft zugejubelt. Genau wie Nationalhymnen, sind Nationalfahnen ein identitätsstiftendes Merkmal von Nationen. Sie tragen dazu bei, ein Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen. Ein Gemeinschaftsgefühl, dass rechten Ideologien einen Nährboden liefert, und Ausgrenzung Rassismus und Krieg produziert. Also bitte: Deutsch mich nicht voll!

Flüchtlingsprotest jetzt auch in Gehlberg

Aufruf der Bewohner des Lagers Gehlberg (Ilmkreis)

Demonstration zum Landratsamt in Arnstadt am 14. Juni. Beginn 16 Uhr am Bahnhof

Im Rahmen der Solidarität mit den Protestierenden Flüchtlingen des Lagers Katzhütte lernte WIR, die Flüchtlinge aus Gehlberg, dass ein Kampf gegen das Lagersystem erstmal möglich ist. Weswegen WIR beschlossen haben, eine ähnlichen Protest für die Schließung des Lagers in Gehlberg.

Wir wollen das GU Gehlberg schließen und Abschiebestopp für alle! Dezentrale Unterbringung und Arbeitsrecht erkämpfen!

Gehlberg schließen, weil Gehlberg uns krankmacht! Alle ehemaligen Flüchtlinge der letzten Jahre in Gehlberg mit einem Bleiberecht, bekamen humanitärer Bleiberecht aufgrund schwerer Krankheiten. Selbst WIR sind alle psychischen Krank geworden, weil wir in Gehlberg leben. In Gehlberg selbst gibt es wenige Möglichkeiten der medizinischen Versorgung, nur an 2 Tagen gibt es eine Hauärztin. Ansonsten ist eine medizinische
Behandlung nur im Notfall möglich!

Gehlberg schließen, weil WIR in Gehlberg isoliert sind! Wir sind von Rest der Welt in Gehlberg abgeschnitten, hier existiert keine Möglichkeit der Beratung für unsere Asylverfahren, die wir nötig haben! Keine Zäune, keine Überwachungskamera, freie Besuche für alle unsere Freunde kostenlos!

Abschiebestopp (Bleiberecht) für alle, weil unsere Länder ausgebeutet und zerstört sind! Wir sind aus Ländern, wo Diktatoren und Korruption herrschen. Der Weg dorthin bedeutet sicheren Tod, Folter, Unterdrückung und ökonomischen Extraausbeutung! Die Infrastruktur ist dort total
gebrochen, für uns gibt es keine medizinische Versorgung!

Dezentrale Unterbringung, weil nur dort ein menschenwürdiges Leben möglich ist, bessere Beratungsmöglichkeit, sozialen Netzwerk existiert. Eine Umverteilung in andere Lager kündigen schon heute Widerstand an!!!! Wir nehmen andere Nachbarstädte wie Suhl als Vorbild für eine solche
dezentrale Unterbringung.

Arbeitsrecht erkämpfen (Arbeit, Ausbildung, Bildung und Studium), weil Arbeiten ein zentrales Menschenrecht ist, wo der Mensch sich frei entfalten kann, soziale Kontakte anknüpfen kann und letztendlichen an gesellschaftlichen Reichtum teilnehmen kann. Wir wollen Ausbildung, Studium und Arbeit!

Alles was wir fordern ist gleiche Rechte und Gleichheit vor dem Gesetz, ein Ideal der bürgerlichen Revolution! Flüchtlinge, schließt euch uns an! Deutsche Linke, Seid solidarisch! Deutsche, kämpft mit und habt Verständnis!

Demonstration zum Landratsamt in Arnstadt am 14. Juni. Beginn 16 Uhr am Bahnhof

Eröffnungsparty Onkel-Emmas-Preislos-Laden!

Am Donnerstag, dem 12.6. wird um 19.30 Uhr der „Onkel-Emmas-Preislos-Laden“ im besetzten Haus eröffnet. Euch erwartet ein Soli-Kuchenbasar für die ‚wir bleiben alle‚-Gruppe , eine Bar mit leckerem Salat, Musik, die „ironic“ Modeschau und ein Klaucontest.

Nach der Eröffnung hat der Laden jeweils am Donnerstag von 18-22 Uhr geöffnet.

topf.squat.net

Gegen die Nazifizierung der Provinz

Aufruf des Aktionsbündnis zum Antifaschistischen Aktionstag

Antifaschistischer Aktionstag

Auch wenn viele der sogenannten „Normalbürger“ sie bisher nur aus den Medien kennen, da sie selbst (noch) nicht von dieser Bedrohung betroffen sind, stellt die zunehmende Gewaltbereitschaft Thüringer Neonazis eine nicht zu unterschätzende Gefahr für alternative Jugendliche, MigrantInnen und alle Anderen, die nicht ins kranke Weltbild der extremen Rechten passen, dar.

Den Beweis für ihre Skrupellosigkeit lieferten Rechtsradikale in der Nacht zum 16.04.2008 erneut selbst, als sie in Langewiesen einen Brandanschlag auf den alternativen Jugendtreff „Garage“ verübten, worin sich zu diesem Zeitpunkt noch zwei Menschen aufhielten, deren Leben somit von den Neonazis bewußt aufs Spiel gesetzt wurde. Auch handelt es sich bei diesem Anschlag nicht um den ersten, welcher in Langewiesen verübt wurde. Bereits im September 2005 sowie im April 2006 wurde die Garage von Neonazis angegriffen, aufgebrochen, die Inneneinrichtung zerstört und in Brand gesteckt….

Unterstüzt am 21.6.2008 von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr das Straßenfest und die Demo in Langewiesen

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